Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine hat dafür gesorgt, dass das Angebot des LVR-Industriemuseums Oberhausen die Ausstellung „Energiewenden. Wendezeiten“ genutzt wird.

So begaben sich am Sonntag, 16. September 8 gehörlose Personen zum Museum und wurden vom Führer und den zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen freundlich begrüßt.

Wir bekamen interessante Geschichten über die Entwicklung der Energienutzung in den zwei Jahrhunderten erzählt und betrachteten die vielen Abbildungen. Das zieht sich über die Gewinnung der Braunkohle, der Steinkohle und über die Nutzung des Erdöls hin. Das hatte starke Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Viele von uns erinnern sich noch an die qualmenden Schlote der Industrieanlagen und die Verunreinigung der Luft. Die gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung waren fatal. Erwähnt wurde auch der Zustrom der Gastarbeiter aus Polen, aus der Türkei und aus anderen Ländern. Dann kam die Wende durch den Bau von Atomkraftwerken, die aber dann doch abgeschaltet werden müssen. Solaranlagen nutzen die Sonnenenergie, sind aber nicht so erfolgreich wegen der Kosten. Windräder wurden aufgestellt für die Stromerzeugung, verschandeln aber die Landschaft. Es gab noch viele interessante Ausstellungsstücke zu betrachten. In der Zukunftswerkstatt wurde die Möglichkeit aufgezeigt, Ideen und Lösungsvorschläge zu den Problemen in Bezug zur Energiewende zu erarbeiten.

Wir erholten uns erst mal in einem Café und fuhren zufrieden nach Hause. Ja, zufrieden, weil wir durch den Einsatz der Gebärdensprachdolmetscherinnen alles gut verstanden haben und auch Fragen stellen konnten.