Diese besondere Kunstausstellung findet nur alle 10 Jahre in Münster statt. 35 unterschiedliche Kunstwerke sind in der Stadt verteilt und können bis zum 1. Oktober 2017 besichtigt werden. Es wurden auch Führungen in Gebärdensprache für Gehörlose und Hörende angeboten.

Dies nutzten etwa 20 Gehörlose bzw. Hörgeschädigte und paar Hörende aus. Sie fanden sich am Sonntag, 17. September 2017 in die Eingangshalle des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster ein. Für die Hörenden stand ein Dolmetscher zur Verfügung. Der gehörlose Führer Martin Heuser begüßte die Gruppe freundlich und erklärte, dass er fünf Kunstwerke zeigen werde und wir sollen uns auf einiges gefasst machen.

Zuerst ging es zum Lichthof im historischen Altbau des Museums. Dort hat der Künstler Michael Dean den Raum komplett mit einer transparenten Plastikfolie ausgestattet. Der Boden war mit Betonplatten und Papierschnitzeln ausgelegt. Es gab mehrere Objekte zu betrachten, wie z. B. Straßenlaternen, öffentliche Mülleimer, Abfälle, ein Fahrrad und einiges mehr. Die Folie wurde mit Stickern beklebt und mit Schriftzeichen ausgestattet.

Dann wurden wir zur Spitze des Neubaus auf der Nordseite des LWL-Museum geführt. Dort hat der Künstler John Knight ein schwarz lackiertes Objekt angebracht, das an eine Wasserwaage erinnert. In den Luftblasen sind Libellen eingelassen und unten findet man das Monogramm des Künstlers.

Danach betrachteten wir die Lichtinstallation „Silberne Frequenz“ von Otto Piene, die sich über zwei Fassadenseiten des Museums erstreckt. Am Kunstwerk prangte das Logo „LWL“, das aber sehr umstritten ist.

Die Skulptur Nummer vier von Peles Empire befand sich auf dem Parkplatz des Oberverwaltungsgerichtes. Das ist ein knapp acht Meter hoher Giebel, deren Fassade mit mit Stangen gestützt ist, um ihn vor dem Abstürzen zu bewahren. Hinter der Fasade befand sich ein Objekt mit großen Stufen und die Bar darin konnte jeder betreten.

Zum Schluss gingen wir zur Wiese neben der Promenade. Dort war um und im Brunnen Figuren in verschiedenen Stellungen aus Bronze und Gips ausgestellt. Diese wurden von der Künstlerin Nicole Eisenman erschaffen.

Alle Kunstwerke wurden von Martin Heuser in seiner klaren Gebärdensprache gut erklärt.
Er sagte auch, das jeder selber erahnen soll, was die Künstler mit ihren Kunstwerken bezwecken wollen.

Zum Schluss tauschten einige sich in einem Cafè über die ungewöhliche Ausstellung aus.