Am Gründonnerstagabend , 2. April 2015 hat Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck mit mehreren hundert Gläubigen im Essener Dom die „Missa verpertina in cena Domini“ gefeiert. In diesem Gottesdienst gedenken die Katholiken des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern hielt, und damit der Einsetzung des Sakraments der Eucharistie.

In seiner Predigt erinnerte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck an den Kern jeder Eucharistiefeier: Die Wandlung.“ Das, was das Auge nicht sieht, geschieht im Inneren an der Substanz von Brot und Wein; durch die Worte Christi und die Kraft des Heiligen Geistes werden sie in Leib und Blut Christi verwandelt.“

Diakon Holtkamp, Diözesanseelsorger für die Gehörlosen im Bistum Essen übersetzte die Predigt in Gebärdensprache.

Dafür stehe auch im Evangelium die Fußwaschung. Durch diese Geste der Demut, die Jesus an den Jüngern vollziehe, würden sie Vertrauen gewinnen und neu werden. Overbeck: „Wir können keine Eucharistie feiern ohne solches Vertrauen, das Gott uns schenkt und in uns hineinlegt, da er uns wandelt. Solches Vertrauen schafft neue Kräfte, legt Energien frei, macht mutig, lässt aufbrechen.“

Anschließend werden den zwölf Gehörlosen Frauen und Männer die Füße gewaschen. Auch bei der Gabenbereitung wirkten die Gehörlosen mit.

Nach der Abendmahlmesse lud Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck uns zum einem kleinen Imbiss in der Apostelsaal ein. Ca. um 22 Uhr mussten wir uns langsam vom Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck verabschiedet und wir gingen nach Hause. Es war ein wunderschöner Tag und wir werden ihn nicht vergessen.