Am Samstag, den 30.08.2014 machten 19 Gehörlosen mit Diakon Herr Holtkamp eine Wallfahrt nach Xanten. Wir fuhren mit dem Zug um 8:46 Uhr von Essener Hbf ab. In Duisburg stiegen wir um und weiter ging es mit dem anderen Zug nach Xanten. Dort sind wir um ca.10:00 Uhr angekommen und machten einen 15-minutigen Fußmarsch zum St. Viktor-Dom. In der dortigen Krypta hat Diakon Herr Holtkamp ein kleine Wortgottesdienst gemacht. Er hat über Karl Leisner gesprochen. Karl Leisner wurde am 28.02.1915 in Rees am Niederrhein geboren. Sechs Jahre später zog seine Familie nach Kleve. Nachdem Karl dort 1934 das Abitur bestanden hatte, begann er in München das Theologiestudium. Im selben Jahr ernannte ihn Bischof Clemens August Graf von Galen zum Diözesanjungscharführer. Am 25.03.1939 wurde Karl Leisner zum Diakon geweiht. Wegen einer Lungentuberklulose begab er sich zu einer Kur nach St. Blasien im Schwarzwald. Dort wurde er am 9.11.1939 verhaftet und kam nach Gefängnishaft in Freiburg und Mannheim zunächst ins KZ Sachsenhausen und dann ins KZ Dachau. Schwerkrank empfing er dort am 17.12.1944 die Priesterweihe. Am Fest des hl. Stefanus feierte er seine erste und zugleich letzte hl. Messe. Am 4.04.1945 befreit, brachte man ihn ins Waldsanatorium Planegg bei München. Dort starb er am 12.08.1945. Sein Grab befindet sich im Dom zu Xanten. Papst Johannes Paul II. hat ihn in Berlin am 23.06.1996 seliggesprochen.

Danach haben wir im Dom St. Viktor einen Rundgang gemacht und besichtigt. Um 12:30 Uhr sind wir zum Gotisches Haus Xanten gegangen. Im historischen Kaminzimmer gab es ein dreigängiges Menü zum Mittagessen. Es hat uns sehr gut geschmeckt und uns auch satt gemacht. Danach machte Herr Diakon Hotkamp mit uns einen Stadtrundgang. Doch Xanten hat mehr als Erholung und Freizeit zu bieten. Für die Freunde von Geschichte und Kultur ist die Museumstadt Xanten ein wahres EL Dorado. Der mächtige Dom St. Viktor war und ist Mittelpunkt des Städtchens, das eine vielseitige Gastronomie, gute Einkaufsmöglichkeiten und lebendige Kultur bietet. Am Nachmittag haben wir draußen am Markt gesessen, Kaffee getrunken. Einige bestellten Kuchen dazu und andere schleckten Eis. Nun wurde es Zeit, uns auf den Heimweg zu begeben. Gut gelaunt sind wir mit dem Zug wieder nach Essen zurückgefahren.

M.T.