Berichte

Die „Galeria“ in der Messe war die Info-Meile der „Wiese e.V.“ Unter diesem Namen fungiert die Beratungsstelle für alle Selbsthilfegruppen in Essen.

Dort präsentierte sich der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine zusammen mit dem Deutschen Schwerhörigenbund Ortsverein Essen an zwei Ständen. Der DSB Essen konnte ein Jubiläum begehen, denn er war schon zum 25.mal dabei. Der Stadtverband kam im Jahr 1997 zum erstenmal dazu.

Es lag viel Informationsmaterial über Hilfen, Einrichtungen und Angebote für Gehörlose zum Mitnehmen aus. Es wurden Fragen beantwortet und auf entsprechendes Infomaterial verwiesen. Die Kommunikation mit den Interessenten hat auch irgendwie geklappt.

Insgesamt 18 gehörlose Mitarbeiter/innen, davon einige sogar an mehreren Tagen, haben ehrenamtlich die Betreuung des Standes übernommen.

Bei der „Wiese e.V.“ möchten wir uns für die Gelegenheit zu dieser Öffentlichkeitsarbeit bedanken.

Die Stadt Mülheim bietet eine Anzahl von Stadtrundfahrten und auch Stadtrundgänge an. Aus diesen Angeboten hat der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine sich für die Stadtrundfahrt „Mülheimer Kontraste“ entschieden und einen kleinen Bus gechartet. 24 Personen meldeten sich an und eine Dolmetscherin wurde engagiert.
Am Samstag, 24. Oktober 2015 trafen wir uns am Touristikinfo in Mülheim. Dort wurden wir von Frau Dohrmann freundlich begüßt. Sie machte uns gleich auf die „Alte Post“ aufmerksam. Sie beherbergt jetzt ein Kunstmuseum. Dann stiegen alle in den Bus ein und die Rundfahrt konnte beginnen.
Für Frau Dohrmann war es eine Premiere. 15 Jahre schon macht sie Führungen, aber eine Gehörlosengruppe hat sie noch nie gehabt. Da war es sehr anerkennenswert, dass sie sich Gedanken über die optimale Gestaltung der Stadtrundfahrt gemacht hat. Es wurde unterwegs Pausen gemacht, damit die Dolmetscherin Kira Knühmann-Stengel in Ruhe agieren kann und wir uns alles gut anschauen können.
Es gab spannende Geschichten über die Entwicklung der Stadt Mülheim, die vielen Sehenswürdigkeiten wie die Stadthalle an der Ruhr, die Gründerzeithäuser, das Kloster Saarn, der Bismarckturm, das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, die ehemalige Ledermeile und vieles mehr.
An der Bergarbeitersiedlung konnten wir aussteigen und bekamen Geschichten über das Leben der Bergarbeiterfamilien (wöchentliche Lohntüten, Kostgänger, Verhältnisse in den Familien) erzählt, über die wir schmunzeln musten.
Wir haben bei dieser zweistündigen Fahrt viele Eindrücke über die mitten im Grün gelegene Stadt Mülheim bekommen.
Die Hälfte der Teilnehmer/innen haben ihren Wohnsitz in Mülheim. Sie konnten trotzdem doch Neues über ihren Heimatort erfahren.

Dann kamen wir zu einem gemütlichen Abschluss des Ereignisses in einem Cafe zusammen und ließen es uns gut gehen.

E.E.