Berichte

fuehungdez2017

Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine e.V. bemüht sich stets, das Interesse der Gehörlosen an der bildenden Kunst zu wecken. Deshalb wurde eine Führung mit Gebärdensprachdolmetscherin durch die Ausstellung „Edouard Manet“ im Von der Heydt-Museum Wuppertal organisiert. Am Sonntag, 26. November 2017 trafen sich 7 Personen und die Gebärdensprachdolmetscherin mittags im Eingangsbereich des Museums.

Die Führung begann mit einem Rundgang durch die Ausstellung. 45 Werke von Manet, zum Teil von anderen Museen geliehen, wurden gezeigt. Man findet auch Werke von August Macke, Franc Marc, Cezanne, Degas und einige nicht so bekannte Maler.

Übersetzt von der Dolmetscherin weist die Führerin auf die Besonderheiten einiger Bildkompositionen hin. Manet wird von vielen als Wegbereiter des Impressionismus genannt. Er selber fühlt sich dieser Stilrichtung aber nie zugehörig und ging eigene Wege.

Nach der Führung besichtigten wir weiter die interessant gestaltete Sonderausstellung. Danach hatten fünf Personen noch die Ausdauer sich in anderen Räumen die Sammlung von Werken anderer Künstler anzusehen.

Mit vielen Eindrücken verließen wir das Museum und ließen den Tag beim Italiener ausklingen.

Die Wiese e.V. ist eine Einrichtung in Essen, die in der Selbsthilfearbeit tätig ist. Die Selbsthilfegruppen können sich beraten lassen, erhalten Informationen und Unterstützung. Wie in jedem Jahr haben diese Gruppen die Gelegenheit, in der Messe über ihre Arbeit zu informieren. Dazu hat die Wiese e.V. Info-Stände in der Galeria der Messe Essen zur Verfügung gestellt.

Auch für Hörgeschädigte standen zwei Stände bereit. Die Organisation und Betreuung des Standes für Gehörlose hat wieder der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine e.V. übernommen. Dort lag viel Informationsmaterial über Hilfen, Einrichtungen und Angebote für Gehörlose zum Mitnehmen aus. Insgesamt mehr als 20 Gehörlose machten in diesen Tagen abwechselnd Dienst am Stand und gaben Auskunft über die Welt der Gehörlosen und über verschiedene Angebote an Kultur, Bildung und Sport.

Im zweiten Stand für Schwerhörige und Ertaubte nebenan gab es dazu Informationen über Hörhilfen usw. Der Stand wurde vom Deutschen Schwerhörigenbund Ortsverein Essen betreut.

Es ist ein kleines Jubiläum zu verzeichnen. Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine ist seit 1997 jährlich mit einer Ausnahme bei der Messe „Mode, Heim, Handwerk“ vertreten und hat gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Allerdings hat diese Arbeit nicht mehr den Stellenwert wie früher. Man kann sich Informationen aus dem Internet und anderen Medien holen. Deshalb ist es nicht mehr so einfach, Flyer, Prospekte und Infomaterial zu bekommen.

Aber, wir machen trotzdem weiter, weil wir doch manches vermitteln konnten, was man nicht aus dem Internet erfahren kann.

E. Eybe

Diese besondere Kunstausstellung findet nur alle 10 Jahre in Münster statt. 35 unterschiedliche Kunstwerke sind in der Stadt verteilt und können bis zum 1. Oktober 2017 besichtigt werden. Es wurden auch Führungen in Gebärdensprache für Gehörlose und Hörende angeboten.

Dies nutzten etwa 20 Gehörlose bzw. Hörgeschädigte und paar Hörende aus. Sie fanden sich am Sonntag, 17. September 2017 in die Eingangshalle des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster ein. Für die Hörenden stand ein Dolmetscher zur Verfügung. Der gehörlose Führer Martin Heuser begüßte die Gruppe freundlich und erklärte, dass er fünf Kunstwerke zeigen werde und wir sollen uns auf einiges gefasst machen.

Zuerst ging es zum Lichthof im historischen Altbau des Museums. Dort hat der Künstler Michael Dean den Raum komplett mit einer transparenten Plastikfolie ausgestattet. Der Boden war mit Betonplatten und Papierschnitzeln ausgelegt. Es gab mehrere Objekte zu betrachten, wie z. B. Straßenlaternen, öffentliche Mülleimer, Abfälle, ein Fahrrad und einiges mehr. Die Folie wurde mit Stickern beklebt und mit Schriftzeichen ausgestattet.

Dann wurden wir zur Spitze des Neubaus auf der Nordseite des LWL-Museum geführt. Dort hat der Künstler John Knight ein schwarz lackiertes Objekt angebracht, das an eine Wasserwaage erinnert. In den Luftblasen sind Libellen eingelassen und unten findet man das Monogramm des Künstlers.

Danach betrachteten wir die Lichtinstallation „Silberne Frequenz“ von Otto Piene, die sich über zwei Fassadenseiten des Museums erstreckt. Am Kunstwerk prangte das Logo „LWL“, das aber sehr umstritten ist.

Die Skulptur Nummer vier von Peles Empire befand sich auf dem Parkplatz des Oberverwaltungsgerichtes. Das ist ein knapp acht Meter hoher Giebel, deren Fassade mit mit Stangen gestützt ist, um ihn vor dem Abstürzen zu bewahren. Hinter der Fasade befand sich ein Objekt mit großen Stufen und die Bar darin konnte jeder betreten.

Zum Schluss gingen wir zur Wiese neben der Promenade. Dort war um und im Brunnen Figuren in verschiedenen Stellungen aus Bronze und Gips ausgestellt. Diese wurden von der Künstlerin Nicole Eisenman erschaffen.

Alle Kunstwerke wurden von Martin Heuser in seiner klaren Gebärdensprache gut erklärt.
Er sagte auch, das jeder selber erahnen soll, was die Künstler mit ihren Kunstwerken bezwecken wollen.

Zum Schluss tauschten einige sich in einem Cafè über die ungewöhliche Ausstellung aus.

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster bietet etwa alle zwei Monate Führungen in Gebärdensprache an. Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine nutzte das Angebot so einer Führung am Samstag, 5. November 2016 und organisierte  für 10 Personen die Fahrt nach Münster. Dort staunten wir wieder mal über die vielen Fahrräder.

Im Museum wurden wir vom gehörlosen Führer Martin Heuser freundlich begrüßt. Er teilte mit, dass das Museum schon im Jahr 1908 eröffnet wurde. Der Neubau, wo wir uns befanden  wurde im September 2014 eröffnet.. Während dem Rundgang erklärte  Martin Heuser in deutscher Gebärdensprache ausgewählte Werke von Künstlern in verschiedenen Stilrichtungen. Bei der sakralen Kunst wies er auf eine Besonderheit hin. Die Werke der katholischen Künstler sind äußerst farbenfroh. Die Protestanten aber bevorzugten gedeckte Farben. Wir sammelten viele Eindrücke, wobei der Neubau mit seinen großzügigen Aufteilungen besonders beeindruckend war. Es gab sechs Meter hohe Verglasungen, die Blicke nach außen sowie nach innen ermöglichten. Der Übergang zum historischen Altbau ist sehr gelungen.

Wir bedankten uns bei Herrn Heuser für die interessante Führung und gingen ins Café, das sich im gleichen Gebäudekomplex befindet.

Danach stellten wir vor der Skulptur von Henry Moore zu einem Gruppenfoto zusammen.

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Sie fand am Donnerstag, 17. März 2016 im Haus der Begegnung am Weberplatz statt.

Die 1. Vorsitzende Eybe begrüßte die Teilnehmer und teilte mit, dass der gesamte Vorstand bis auf den Kassierer anwesend war und alle Mitgliedsvereine ihre Delegierten geschickt haben. Die Tagesordnungspunkte wurden flott durchgenommen. Der Jahresbericht hat in schriftlicher Form vorgelegen. Vorsitzende Eybe ging aber auf bestimmte Ereignisse ein. Die 2. Vorsitzende Sabine Weidenfeller berichtete über ihre Bemühungen, einen Überblick der psychologischen und psychotherapeutischen Versorgung gehörloser und schwerhöriger Menschen in Essen zu schaffen. Sie ist leider schlecht. Nur bei medicos Auf Schalke in Gelsenkirchen gibt es eine psychotherapeutische Abteilung, wo auch gehörlose und hörgeschädigte Patienten durch eine gebärdensprachkompetente Psychologin betreut werden können. Aber ihr Terminkalender ist leider ziemlich voll. Frau Weidenfeller will weiter am Ball bleiben.

Vorsitzende Eybe musste bekannt geben, dass der Verein „Freundschaftskranz der Gehörlosen Essen“ schriftlich seine Auflösung und in diesem Zusammenhang seinen Austritt aus dem Stadtverband Essener Gehörlosenvereine erklärt hat.

Jetzt hat der Stadtverband vier Mitgliedsvereine mit insgesamt 411 Mitgliedern.

Die „Galeria“ in der Messe war die Info-Meile der „Wiese e.V.“ Unter diesem Namen fungiert die Beratungsstelle für alle Selbsthilfegruppen in Essen.

Dort präsentierte sich der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine zusammen mit dem Deutschen Schwerhörigenbund Ortsverein Essen an zwei Ständen. Der DSB Essen konnte ein Jubiläum begehen, denn er war schon zum 25.mal dabei. Der Stadtverband kam im Jahr 1997 zum erstenmal dazu.

Es lag viel Informationsmaterial über Hilfen, Einrichtungen und Angebote für Gehörlose zum Mitnehmen aus. Es wurden Fragen beantwortet und auf entsprechendes Infomaterial verwiesen. Die Kommunikation mit den Interessenten hat auch irgendwie geklappt.

Insgesamt 18 gehörlose Mitarbeiter/innen, davon einige sogar an mehreren Tagen, haben ehrenamtlich die Betreuung des Standes übernommen.

Bei der „Wiese e.V.“ möchten wir uns für die Gelegenheit zu dieser Öffentlichkeitsarbeit bedanken.

Die Stadt Mülheim bietet eine Anzahl von Stadtrundfahrten und auch Stadtrundgänge an. Aus diesen Angeboten hat der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine sich für die Stadtrundfahrt „Mülheimer Kontraste“ entschieden und einen kleinen Bus gechartet. 24 Personen meldeten sich an und eine Dolmetscherin wurde engagiert.
Am Samstag, 24. Oktober 2015 trafen wir uns am Touristikinfo in Mülheim. Dort wurden wir von Frau Dohrmann freundlich begüßt. Sie machte uns gleich auf die „Alte Post“ aufmerksam. Sie beherbergt jetzt ein Kunstmuseum. Dann stiegen alle in den Bus ein und die Rundfahrt konnte beginnen.
Für Frau Dohrmann war es eine Premiere. 15 Jahre schon macht sie Führungen, aber eine Gehörlosengruppe hat sie noch nie gehabt. Da war es sehr anerkennenswert, dass sie sich Gedanken über die optimale Gestaltung der Stadtrundfahrt gemacht hat. Es wurde unterwegs Pausen gemacht, damit die Dolmetscherin Kira Knühmann-Stengel in Ruhe agieren kann und wir uns alles gut anschauen können.
Es gab spannende Geschichten über die Entwicklung der Stadt Mülheim, die vielen Sehenswürdigkeiten wie die Stadthalle an der Ruhr, die Gründerzeithäuser, das Kloster Saarn, der Bismarckturm, das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, die ehemalige Ledermeile und vieles mehr.
An der Bergarbeitersiedlung konnten wir aussteigen und bekamen Geschichten über das Leben der Bergarbeiterfamilien (wöchentliche Lohntüten, Kostgänger, Verhältnisse in den Familien) erzählt, über die wir schmunzeln musten.
Wir haben bei dieser zweistündigen Fahrt viele Eindrücke über die mitten im Grün gelegene Stadt Mülheim bekommen.
Die Hälfte der Teilnehmer/innen haben ihren Wohnsitz in Mülheim. Sie konnten trotzdem doch Neues über ihren Heimatort erfahren.

Dann kamen wir zu einem gemütlichen Abschluss des Ereignisses in einem Cafe zusammen und ließen es uns gut gehen.

E.E.