Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine e.V. organisierte eine Führung mit Geärdensprachdolmetscherin durch die Ausstellung .„Josef Albers. Interaction“. Am Samstag, 22. September 2018 begaben sich 16 Personen und die Gebärdensprach-dolmetscherin in die riesigen Eingangshalle der Villa.und wurden von der Führerin freundlich begrüßt.

Zuerst schnitt die Führerin kurz die Biografie des Künstlers an. Josef Albers ist 1888 in Bottrop geboren und wuchs dort als Sohn eines Malermeisters auf.
Nach einiger Zeit behagte ihm der Beruf des Volkschullehrers nicht mehr. Albers studierte Kunst in Berlin, München und Weimar. In der Nazizeiit siedelte er in die USA um und hielt sich auch in Mexiko auf.

Die unterschiedlichen Kunstwerke zeigten, dass Josef Albers ein vielseitiger Künstler war. Werke im Bauhausstil, Glasfenster, Quadrate in interessanten Ölfarben auf Masonit und vieles mehr waren zu besichtigen.

Sie bildeten einen besonderen Kontrast zu den Räumlichkeiten der Villa Hügel. Die riesige und geschichtsträchtige Villa selbst ist auch sehenswert. Einige von uns waren nocn nie oder vor langer Zeit in der Villa.

Übersetzt von der Dolmetscherin wies die Führerin auf die Besonderheiten einiger Räumlichkeiten hin.

Mit vielen Eindrücken verließen wir das Museum und ließen den Tag beim Griechen ausklingen.

E. Eybe

Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine hat dafür gesorgt, dass das Angebot des LVR-Industriemuseums Oberhausen die Ausstellung „Energiewenden. Wendezeiten“ genutzt wird.

So begaben sich am Sonntag, 16. September 8 gehörlose Personen zum Museum und wurden vom Führer und den zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen freundlich begrüßt.

Wir bekamen interessante Geschichten über die Entwicklung der Energienutzung in den zwei Jahrhunderten erzählt und betrachteten die vielen Abbildungen. Das zieht sich über die Gewinnung der Braunkohle, der Steinkohle und über die Nutzung des Erdöls hin. Das hatte starke Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Viele von uns erinnern sich noch an die qualmenden Schlote der Industrieanlagen und die Verunreinigung der Luft. Die gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung waren fatal. Erwähnt wurde auch der Zustrom der Gastarbeiter aus Polen, aus der Türkei und aus anderen Ländern. Dann kam die Wende durch den Bau von Atomkraftwerken, die aber dann doch abgeschaltet werden müssen. Solaranlagen nutzen die Sonnenenergie, sind aber nicht so erfolgreich wegen der Kosten. Windräder wurden aufgestellt für die Stromerzeugung, verschandeln aber die Landschaft. Es gab noch viele interessante Ausstellungsstücke zu betrachten. In der Zukunftswerkstatt wurde die Möglichkeit aufgezeigt, Ideen und Lösungsvorschläge zu den Problemen in Bezug zur Energiewende zu erarbeiten.

Wir erholten uns erst mal in einem Café und fuhren zufrieden nach Hause. Ja, zufrieden, weil wir durch den Einsatz der Gebärdensprachdolmetscherinnen alles gut verstanden haben und auch Fragen stellen konnten.

stvb-villahuegel

sommerfest2018

Am Mittwoch, 7. März 2018 war es so weit. 15 Personen traten die Reise nach Norddeich Mole mit dem Regionalexpreß an. Das dreimalige Umsteigen ging auch für den Rollstuhlfahrer Siegfried dank der Mobilitätshilfe der DB glatt vonstatten. Diakon Holtkamp und zwei Teilnehmerinnen fuhren mit dem PKW hin.
Aber vorher gab es einige Aufregung. Anfang März erreichte uns die Nachricht, dass der Fährverkehr zur Insel

Juist und auch zu anderen Inseln wegen Eisgang und schlechten Fahrwasserbedingungen eingestellt wurde. Es wurde uns allen ganz mulmig zumute.Zum Glück hieß es dann, dass die Fähre am Mittwoch, 7. März zwischen Norddeich Mole und Juist wieder verkehrt.
Die Fähre brachte uns zur Insel und wir begaben uns zum Paxhaus. Dort checkten wir uns ein und

brachten unsere Sachen in die Zimmer. Nach dem Abendessen wurde das Programm für die Erholungstage verteilt.Jeden Morgen begaben wir uns vor dem Frühstück in die Kapelle und holten uns geistliche Impulse.

Am Donnerstag und Samstag vormittags hielt Diakon Holtkamp mit Hilfe des PowerPoint Präsentation interessante Vorträge. Wir erfuhren viel über den Jakobsweg in Deutschland, Spanien und in Europa deren Ziel Santiago de Compostela ist. Der Olavsweg war uns nicht so bekannt. Er wurde im Jahr 1997 wieder eröffnet und man kann von Schweden nach Tromsö in Norwegen pilgern.

Diakon Holtkamp gab uns am Freitag frei, weil die Sonne so schön schien. Wir wanderten über den Otto-Leege-Weg zur „Wilhelmshöhe“ und wollten dort eine Kaffeepause machen. Leider war das Restaurant geschlossen. So machten wir einen ausgedehnten Spaziergang am feinen Sandstrand. Die Nordseeluft tat uns gut und das Suchen von Muscheln machte Spaß. Nachmittags ging es bei der Kutschfahrt zur „Domäne Bill“ sehr lustig zu. Wir genehmigten uns eine oder auch zwei Fläschchen Kräuterlikör und mussten uns von Diakon Holtkamp „Schnapsdrossel“ titulieren lassen. Im Restaurant machten sich einige über die riesigen Rosinenstuten her oder ließen sich die großzügige Ration Milchreis schmecken. Der Original-Ostfriesentee durfte dabei nicht fehlen.

Beim abendlichen Zusammensein im Gesellschaftszimmer gingen uns die Themen für eine gute Unterhaltung nicht aus. Wir diskutierten über Gott und die Welt, über Politik, das Gesundheitswesen, über Reisen und machten Witze. Da vermissten wir das Fernsehen gar nicht. Am letzten Abend ließ uns Alfred Zumbrink Quizfragen beantworten. Alle schnitten erstaunlich gut ab.

Am Sonntag, 11. März 2018 nahmen wir am Gottesdienst in der örtlichen kath. Kirche teil. Dann hieß es wieder Abschied nehmen. Für viele ist die Insel sozusagen das zweite Zuhause, da sie mehrmals an den Erholungstagen teilgenommen haben.

Wir bedanken uns bei Diakon Holtkamp für seine gute und geduldige Betreuung und bei Monika Tibo, Klara Rousseau und Alfred Zumbrink für ihre Einsätze bei der Organisation der Reise.

Termine 2018 – Gehörlose im Bistum Essen Stadtverband

fuehungdez2017

Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine e.V. bemüht sich stets, das Interesse der Gehörlosen an der bildenden Kunst zu wecken. Deshalb wurde eine Führung mit Gebärdensprachdolmetscherin durch die Ausstellung „Edouard Manet“ im Von der Heydt-Museum Wuppertal organisiert. Am Sonntag, 26. November 2017 trafen sich 7 Personen und die Gebärdensprachdolmetscherin mittags im Eingangsbereich des Museums.

Die Führung begann mit einem Rundgang durch die Ausstellung. 45 Werke von Manet, zum Teil von anderen Museen geliehen, wurden gezeigt. Man findet auch Werke von August Macke, Franc Marc, Cezanne, Degas und einige nicht so bekannte Maler.

Übersetzt von der Dolmetscherin weist die Führerin auf die Besonderheiten einiger Bildkompositionen hin. Manet wird von vielen als Wegbereiter des Impressionismus genannt. Er selber fühlt sich dieser Stilrichtung aber nie zugehörig und ging eigene Wege.

Nach der Führung besichtigten wir weiter die interessant gestaltete Sonderausstellung. Danach hatten fünf Personen noch die Ausdauer sich in anderen Räumen die Sammlung von Werken anderer Künstler anzusehen.

Mit vielen Eindrücken verließen wir das Museum und ließen den Tag beim Italiener ausklingen.

PlakatHeiligabend2017

Die Wiese e.V. ist eine Einrichtung in Essen, die in der Selbsthilfearbeit tätig ist. Die Selbsthilfegruppen können sich beraten lassen, erhalten Informationen und Unterstützung. Wie in jedem Jahr haben diese Gruppen die Gelegenheit, in der Messe über ihre Arbeit zu informieren. Dazu hat die Wiese e.V. Info-Stände in der Galeria der Messe Essen zur Verfügung gestellt.

Auch für Hörgeschädigte standen zwei Stände bereit. Die Organisation und Betreuung des Standes für Gehörlose hat wieder der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine e.V. übernommen. Dort lag viel Informationsmaterial über Hilfen, Einrichtungen und Angebote für Gehörlose zum Mitnehmen aus. Insgesamt mehr als 20 Gehörlose machten in diesen Tagen abwechselnd Dienst am Stand und gaben Auskunft über die Welt der Gehörlosen und über verschiedene Angebote an Kultur, Bildung und Sport.

Im zweiten Stand für Schwerhörige und Ertaubte nebenan gab es dazu Informationen über Hörhilfen usw. Der Stand wurde vom Deutschen Schwerhörigenbund Ortsverein Essen betreut.

Es ist ein kleines Jubiläum zu verzeichnen. Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine ist seit 1997 jährlich mit einer Ausnahme bei der Messe „Mode, Heim, Handwerk“ vertreten und hat gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Allerdings hat diese Arbeit nicht mehr den Stellenwert wie früher. Man kann sich Informationen aus dem Internet und anderen Medien holen. Deshalb ist es nicht mehr so einfach, Flyer, Prospekte und Infomaterial zu bekommen.

Aber, wir machen trotzdem weiter, weil wir doch manches vermitteln konnten, was man nicht aus dem Internet erfahren kann.

E. Eybe

Der Allgemeine Gehörlosenverein gegr. 1894 lud auch in diesem Jahr zum traditio-nellen Oktoberfest ein. 75 Besucher folgten am Samstag, 21. Oktober 2017 dieser Einladung und trugen sich in die Gästeliste ein.

Danach gab es schöne, unterhaltsame Stunden bei Kaffee und Kuchen. Der 1. Vor-sitzende Günter Hegemann ehrte nach der Begrüßung die Mitglieder, die in den letz-ten vier Wochen Geburtstag hatten und informierte über Neujkeiten sowie Vorhaben.

Zur Verlosung standen Obst, Gemüse und diverse Lebensmittel in verschiedenen Zusammenstellungen bereit. Nach dem Verkauf und anschließender Ziehung der Lose freuten sich die Gewinner über das unverhoffte Glück und darüber, in nächster Zeit nicht so viel einkaufen zu müssen. Den Vogel abgeschossen hat aber der 2. Vorsitzende Siegfried Eybe, der den Hauptgewinn gewonnen hat.

Ohne die Einsätze des Vorstandes und der Mitarbeiter/innen hätten wir nicht so ein harmonisches und fröhliches Zusammensein erleben können. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

Nun lassen wir die Fotos sprechen

E. Eybe