Am Mittwoch, 7. März 2018 war es so weit. 15 Personen traten die Reise nach Norddeich Mole mit dem Regionalexpreß an. Das dreimalige Umsteigen ging auch für den Rollstuhlfahrer Siegfried dank der Mobilitätshilfe der DB glatt vonstatten. Diakon Holtkamp und zwei Teilnehmerinnen fuhren mit dem PKW hin.
Aber vorher gab es einige Aufregung. Anfang März erreichte uns die Nachricht, dass der Fährverkehr zur Insel

Juist und auch zu anderen Inseln wegen Eisgang und schlechten Fahrwasserbedingungen eingestellt wurde. Es wurde uns allen ganz mulmig zumute.Zum Glück hieß es dann, dass die Fähre am Mittwoch, 7. März zwischen Norddeich Mole und Juist wieder verkehrt.
Die Fähre brachte uns zur Insel und wir begaben uns zum Paxhaus. Dort checkten wir uns ein und

brachten unsere Sachen in die Zimmer. Nach dem Abendessen wurde das Programm für die Erholungstage verteilt.Jeden Morgen begaben wir uns vor dem Frühstück in die Kapelle und holten uns geistliche Impulse.

Am Donnerstag und Samstag vormittags hielt Diakon Holtkamp mit Hilfe des PowerPoint Präsentation interessante Vorträge. Wir erfuhren viel über den Jakobsweg in Deutschland, Spanien und in Europa deren Ziel Santiago de Compostela ist. Der Olavsweg war uns nicht so bekannt. Er wurde im Jahr 1997 wieder eröffnet und man kann von Schweden nach Tromsö in Norwegen pilgern.

Diakon Holtkamp gab uns am Freitag frei, weil die Sonne so schön schien. Wir wanderten über den Otto-Leege-Weg zur „Wilhelmshöhe“ und wollten dort eine Kaffeepause machen. Leider war das Restaurant geschlossen. So machten wir einen ausgedehnten Spaziergang am feinen Sandstrand. Die Nordseeluft tat uns gut und das Suchen von Muscheln machte Spaß. Nachmittags ging es bei der Kutschfahrt zur „Domäne Bill“ sehr lustig zu. Wir genehmigten uns eine oder auch zwei Fläschchen Kräuterlikör und mussten uns von Diakon Holtkamp „Schnapsdrossel“ titulieren lassen. Im Restaurant machten sich einige über die riesigen Rosinenstuten her oder ließen sich die großzügige Ration Milchreis schmecken. Der Original-Ostfriesentee durfte dabei nicht fehlen.

Beim abendlichen Zusammensein im Gesellschaftszimmer gingen uns die Themen für eine gute Unterhaltung nicht aus. Wir diskutierten über Gott und die Welt, über Politik, das Gesundheitswesen, über Reisen und machten Witze. Da vermissten wir das Fernsehen gar nicht. Am letzten Abend ließ uns Alfred Zumbrink Quizfragen beantworten. Alle schnitten erstaunlich gut ab.

Am Sonntag, 11. März 2018 nahmen wir am Gottesdienst in der örtlichen kath. Kirche teil. Dann hieß es wieder Abschied nehmen. Für viele ist die Insel sozusagen das zweite Zuhause, da sie mehrmals an den Erholungstagen teilgenommen haben.

Wir bedanken uns bei Diakon Holtkamp für seine gute und geduldige Betreuung und bei Monika Tibo, Klara Rousseau und Alfred Zumbrink für ihre Einsätze bei der Organisation der Reise.

Termine 2018 – Gehörlose im Bistum Essen Stadtverband

fuehungdez2017

Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine e.V. bemüht sich stets, das Interesse der Gehörlosen an der bildenden Kunst zu wecken. Deshalb wurde eine Führung mit Gebärdensprachdolmetscherin durch die Ausstellung „Edouard Manet“ im Von der Heydt-Museum Wuppertal organisiert. Am Sonntag, 26. November 2017 trafen sich 7 Personen und die Gebärdensprachdolmetscherin mittags im Eingangsbereich des Museums.

Die Führung begann mit einem Rundgang durch die Ausstellung. 45 Werke von Manet, zum Teil von anderen Museen geliehen, wurden gezeigt. Man findet auch Werke von August Macke, Franc Marc, Cezanne, Degas und einige nicht so bekannte Maler.

Übersetzt von der Dolmetscherin weist die Führerin auf die Besonderheiten einiger Bildkompositionen hin. Manet wird von vielen als Wegbereiter des Impressionismus genannt. Er selber fühlt sich dieser Stilrichtung aber nie zugehörig und ging eigene Wege.

Nach der Führung besichtigten wir weiter die interessant gestaltete Sonderausstellung. Danach hatten fünf Personen noch die Ausdauer sich in anderen Räumen die Sammlung von Werken anderer Künstler anzusehen.

Mit vielen Eindrücken verließen wir das Museum und ließen den Tag beim Italiener ausklingen.

PlakatHeiligabend2017

Die Wiese e.V. ist eine Einrichtung in Essen, die in der Selbsthilfearbeit tätig ist. Die Selbsthilfegruppen können sich beraten lassen, erhalten Informationen und Unterstützung. Wie in jedem Jahr haben diese Gruppen die Gelegenheit, in der Messe über ihre Arbeit zu informieren. Dazu hat die Wiese e.V. Info-Stände in der Galeria der Messe Essen zur Verfügung gestellt.

Auch für Hörgeschädigte standen zwei Stände bereit. Die Organisation und Betreuung des Standes für Gehörlose hat wieder der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine e.V. übernommen. Dort lag viel Informationsmaterial über Hilfen, Einrichtungen und Angebote für Gehörlose zum Mitnehmen aus. Insgesamt mehr als 20 Gehörlose machten in diesen Tagen abwechselnd Dienst am Stand und gaben Auskunft über die Welt der Gehörlosen und über verschiedene Angebote an Kultur, Bildung und Sport.

Im zweiten Stand für Schwerhörige und Ertaubte nebenan gab es dazu Informationen über Hörhilfen usw. Der Stand wurde vom Deutschen Schwerhörigenbund Ortsverein Essen betreut.

Es ist ein kleines Jubiläum zu verzeichnen. Der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine ist seit 1997 jährlich mit einer Ausnahme bei der Messe „Mode, Heim, Handwerk“ vertreten und hat gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Allerdings hat diese Arbeit nicht mehr den Stellenwert wie früher. Man kann sich Informationen aus dem Internet und anderen Medien holen. Deshalb ist es nicht mehr so einfach, Flyer, Prospekte und Infomaterial zu bekommen.

Aber, wir machen trotzdem weiter, weil wir doch manches vermitteln konnten, was man nicht aus dem Internet erfahren kann.

E. Eybe

Der Allgemeine Gehörlosenverein gegr. 1894 lud auch in diesem Jahr zum traditio-nellen Oktoberfest ein. 75 Besucher folgten am Samstag, 21. Oktober 2017 dieser Einladung und trugen sich in die Gästeliste ein.

Danach gab es schöne, unterhaltsame Stunden bei Kaffee und Kuchen. Der 1. Vor-sitzende Günter Hegemann ehrte nach der Begrüßung die Mitglieder, die in den letz-ten vier Wochen Geburtstag hatten und informierte über Neujkeiten sowie Vorhaben.

Zur Verlosung standen Obst, Gemüse und diverse Lebensmittel in verschiedenen Zusammenstellungen bereit. Nach dem Verkauf und anschließender Ziehung der Lose freuten sich die Gewinner über das unverhoffte Glück und darüber, in nächster Zeit nicht so viel einkaufen zu müssen. Den Vogel abgeschossen hat aber der 2. Vorsitzende Siegfried Eybe, der den Hauptgewinn gewonnen hat.

Ohne die Einsätze des Vorstandes und der Mitarbeiter/innen hätten wir nicht so ein harmonisches und fröhliches Zusammensein erleben können. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

Nun lassen wir die Fotos sprechen

E. Eybe

In Zusammenarbeit mit der kath. Gehörlosenseelsorge und dem kath. Verein Essen hat der Stadtverband Essener Gehörlosenvereine e.V. eine Informationsveranstaltung organisiert.
Am Mittwoch, 20. September 2017 fand der Vortrag zum Thema „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung“ im Pfarrheim St. Michael statt.
Diakon Hans-Gerd Holtkamp stand als Referent zur Verfügung. Als Vorsitzender des SKM Bochum Fördervereins e.V. kennt er sich mit dem Thema gut aus.

Zuerst wurden um 15 Uhr die 25 Teilnehmer/innen von der Vorsitzenden des Stadtverbandes E. Eybe begrüßt. Dann begann Herr Holtkamp mit Hilfe der PowerPoint Präsentation den Vortrag. Zwei Gebärdensprach-Dolmetscherinnen wechselten mit der Übersetzung ab.
Nach gut einer Stunde war noch Zeit für die Fragen, die Herr Holtkamp ausführlich beantwortete. Er hat die in leichter Sprache verfassten Unterlagen und Formulare mitgebracht und verteilte sie.

Nach diesem Vortrag blieben wir noch etwas zusammen und diskutierten weiter. Die Vorstandsmitglieder des Kath. Vereins Essen haben für Kaffee und Getränke gesorgt. Dafür unseren Dank!

E. Eybe

Diese besondere Kunstausstellung findet nur alle 10 Jahre in Münster statt. 35 unterschiedliche Kunstwerke sind in der Stadt verteilt und können bis zum 1. Oktober 2017 besichtigt werden. Es wurden auch Führungen in Gebärdensprache für Gehörlose und Hörende angeboten.

Dies nutzten etwa 20 Gehörlose bzw. Hörgeschädigte und paar Hörende aus. Sie fanden sich am Sonntag, 17. September 2017 in die Eingangshalle des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster ein. Für die Hörenden stand ein Dolmetscher zur Verfügung. Der gehörlose Führer Martin Heuser begüßte die Gruppe freundlich und erklärte, dass er fünf Kunstwerke zeigen werde und wir sollen uns auf einiges gefasst machen.

Zuerst ging es zum Lichthof im historischen Altbau des Museums. Dort hat der Künstler Michael Dean den Raum komplett mit einer transparenten Plastikfolie ausgestattet. Der Boden war mit Betonplatten und Papierschnitzeln ausgelegt. Es gab mehrere Objekte zu betrachten, wie z. B. Straßenlaternen, öffentliche Mülleimer, Abfälle, ein Fahrrad und einiges mehr. Die Folie wurde mit Stickern beklebt und mit Schriftzeichen ausgestattet.

Dann wurden wir zur Spitze des Neubaus auf der Nordseite des LWL-Museum geführt. Dort hat der Künstler John Knight ein schwarz lackiertes Objekt angebracht, das an eine Wasserwaage erinnert. In den Luftblasen sind Libellen eingelassen und unten findet man das Monogramm des Künstlers.

Danach betrachteten wir die Lichtinstallation „Silberne Frequenz“ von Otto Piene, die sich über zwei Fassadenseiten des Museums erstreckt. Am Kunstwerk prangte das Logo „LWL“, das aber sehr umstritten ist.

Die Skulptur Nummer vier von Peles Empire befand sich auf dem Parkplatz des Oberverwaltungsgerichtes. Das ist ein knapp acht Meter hoher Giebel, deren Fassade mit mit Stangen gestützt ist, um ihn vor dem Abstürzen zu bewahren. Hinter der Fasade befand sich ein Objekt mit großen Stufen und die Bar darin konnte jeder betreten.

Zum Schluss gingen wir zur Wiese neben der Promenade. Dort war um und im Brunnen Figuren in verschiedenen Stellungen aus Bronze und Gips ausgestellt. Diese wurden von der Künstlerin Nicole Eisenman erschaffen.

Alle Kunstwerke wurden von Martin Heuser in seiner klaren Gebärdensprache gut erklärt.
Er sagte auch, das jeder selber erahnen soll, was die Künstler mit ihren Kunstwerken bezwecken wollen.

Zum Schluss tauschten einige sich in einem Cafè über die ungewöhliche Ausstellung aus.

Ziel der Bildungsfahrt war in diesem Jahr die Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Am Samstag, 26. August 2017 stiegen 45 Teilnehmer in den gecharterten Bus ein. Während der Fahrt rauchten aber die Köpfe, denn Vorsitzender Günter Hegemann verteilte neben dem Programmblatt auch ein Quiz-Zettel. Darin waren die Ausflugsziele der letzten 12 Jahre aufgelistet und wir mussten raten, welcher Ausflug in welchem Jahr stattgefunden hat. Die Ergebnisse werden bei der nächsten Versammlung bekannt gegeben. Wahrscheinlich hat niemand die Ausflüge vollkommen richtig den jeweiligen Jahren richtig zugeordnet.

Am Eingang der Landesgartenschau wurden erst mal die Eintrittskarten verteilt und die für uns reservierten Mobilitätshilfen (Rollstühle, Rollatoren, Bollerwagen) abgeholt.
Nun wandelten wir durch die vorwiegend barrierefrei gestaltete Gartenschau an den Springbrunnen vorbei über die von Blumen gesäumte Flaniermeile. Wir betrachteten die Themengärten und Kunstwerke. Beim Spaziergang durch den Waldpark fielen uns die Spielmöglichkeiten für Kinder auf.
Schließlich erreichten wir ermattet die Gastronomie, die sich in einem Riesenzelt befand. Nach dem Mittagessen bummelten wir weiter durch den Park, machten zwischendurch eine Kaffeepause und besuchten auch den Gärtnermarkt.

Obwohl es laut Wettervorhersage Regen und Gewitter geben sollte und wir deswegen entsprechend ausgerüstet waren, blieb es trocken und die Sonne schien sehr oft.

Um 17 Uhr holte uns der Bus ab und wir fuhren zufrieden nach Hause und freuten uns, einen schönen Tag verleben zu können.

Danke an den Vorstand!!!

Information Patientenverf. usw 20.09.17